Nervenfaserschichtmessung mittels OCT 

Die optische Kohärenztomographie (OCT) ist eine noninvasive, berührungsfreie, bilderzeugende Technik, die Querschnittsbilder mit einer Darstellungstiefe von ungefähr 2-3 Millimeter im Gewebe und eine Axial- und Quer-Auflösung im Mikrometerbereich hat. Nicht nur die Netzhaut und der Sehnerv, sondern auch der vordere Augenabschnitt können bildlich dargestellt werden.

Das Funktionsprinzip des OCT ist dem Ultraschall ähnlich, der Echos verwendet, um innerhalb des Körpers Strukturen zu erkennen. Die verwendete Signalgeschwindigkeit ist Millionen Mal schneller als der Ton des Ultraschalls und erlaubt so die Darstellung von Strukturen mit einer Auflösung unter 10 Mikron einer Auflösung von 100 Mikron.

Das OCT ist die einzige Technik, die die Tiefenstruktur der Netzhaut am lebenden Auge darstellt. Aus diesem Grund ist es zu einem unabkömmlichen Diagnoseverfahren für den Umgang mit vitreoretinal erkrankten Patienten geworden.

Das OCT ist vornehmlich zur Darstellung der Makula entwickelt worden. Inzwischen kann man mittels OCT auch eine sehr aussagekräftige Dickenmessung der Nervenfaserschicht am hinteren Augenpol und um den Sehnervenkopf durchführen.

Dies ergänzt die Informationen, die wir mit dem HRT (Heidelberg Retina Tomograph) über den Sehnervenkopf erhalten. Wir empfehlen zur Verlaufskontrolle und im Rahmen der Erstdiagnostik des Glaukoms beide Untersuchungen im Wechsel.